Transit

Transnationaler Austausch

Die Verbesserung von Strategien zur erfolgreichen Wiedereingliederung von Haftentlassenen ist nicht nur ein regionales oder nationales Thema, sondern beschäftigt die Justizverwaltungen und -Vollzugsanstalten europaweit. Dabei sind die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ebenso wie die angewandten Ansätze, Methoden und Instrumente sehr unterschiedlich. Auch können erfolgreiche Praktiken nur in den allerseltensten Fällen deckungsgleich von einem System in ein anderes übertragen werden.

Die Entwicklungen im europäischen Strafvollzug in den vergangenen Jahren haben dennoch gezeigt, dass eine systematische, auf die soziale (Re)integration zielende strukturierte Vorbereitung der Entlassung inhaftierter Menschen maßgeblich zu deren erfolgreicher Wiedereingliederung in die Gesellschaft beiträgt. Um sich der Erfahrungen und der Expertise anderer europäischer Länder zu vergewissern, bildet der transnationale Austausch mit europäischen Strafvollzugseinrichtungen daher einen wichtigen Teil der Projektaktivitäten in „Transit“. Vom länderübergreifenden Austausch über gelungene Ansätze der Gestaltung des Übergangs zwischen Haft und Freiheit werden wichtige Impulse für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Ansätze im Berliner Strafvollzug und für die fachliche Weiterentwicklung aller Beteiligten ausgehen.

Im Rahmen von insgesamt vier Studienreisen während der Projektlaufzeit von „Transit“ werden sich die beteiligten Mitarbeiter/innen des Sozialdienstes und des Arbeitswesens der Haftanstalten ebenso wie die der Bewährungshilfe daher mit bereits realisierten Übergangsmodellen in anderen Ländern vertraut machen und die Übertragbarkeit ausgewählter Elemente in den Berliner Vollzug prüfen.